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K ohle, The Cat formerly known as "Schwarze", ist ein ehemaliges Streunerchen, daß durch einen schweren Unfall in Wuzgarden einzog.
Es war ein langer Weg von der Wildkatz zur Schmusebacke.

Himmelfahrt 2009
Es klingelt an der Tür und eine mir unbekannte Frau fragt, ob ich eine schwarze Katze hätte. Auf dem Rasen beim Nachbarn würde eine liegen, die anscheinend nicht mehr richtig laufen kann...
Beim Nachschauen sah ich die kleine Schwarze von der Streunerstelle, die voll Panik versuchte, sich nur mit den Vorderpfoten voranziehend unter einem Busch in Sicherheit zu bringen.
Das Einfangen ging fast problemlos, zu großem Wiederstand war die kleine nicht mehr fähig. Ein Anruf bei meiner Haustierärztin, die ihren eigenen Feiertagsplan fast selbstverständlich über den Haufen warf (an dieser Stelle nochmal ein ganz dickes Dankeschön !!), und ab ging es in die Praxis. Beide Hinterbeine waren gebrochen: das eine glatt in den Nähe des Kniegelenks, beim anderen war der Unterschenkel ein Trümmerhaufen. Und auch im Becken knirschte es...

G anz ehrlich - einer älteren Katze hätte ich das, was in den nächsten Wochen und Monaten auf die kleine Schwarze zukommen sollte, nicht zugemutet. Aber mit gerade mal einem Jahr und der Tatsache, daß keine inneren Organe verletzt waren, hatte sie eine Chance - und die kleine hat sie genutzt!
Der glatte Bruch wurde mit Draht gespickt, der Trümmerbruch mit einem Fixateur extern versorgt und ins Becken kam eine Miniplatte. Alle OPs wurden gut überstanden und ihren neuen Namen "Kohle" bekam die kleine spontan, als die Rechnungen sich aufsummierten.
Über zwei Monate mußte sie in einer Hundetransportbox leben, mit gerade mal Platz genug für ein Katzenklo, Näpfe und eine Kuscheldecke, dann stundenweise unter Kontrolle "Zimmerfreigang". Und jede Woche mehrmals zum Verbandswechsel...
Es war keine leichte Zeit, aber die sehr gut durchgeführten OPs und die Sorgfalt der Nachbehandlung trugen Früchte. Kohle jammerte nicht groß vor sich hin, sondern freute sich an den kleinen Annehmlichkeiten. Statt beim Verbandswechsel knurrend ihren Unmut zu zeigen, streckte sie das Bein mit dem FixEx genüßlich der Tierärtin entgegen, die dann auch ganz folgsam vorsichtig zwischen den Stäben kraulte.

 
M Mittlerweile ist sie das meiste ihres Eisens los (lediglich die kleine Platte im Becken bleibt drinnen, solange sie keine Probleme macht) und turnt auf Bämen rum :-)
Zu dem Rest der Katzenbande hat sie noch ein eher zwiespältiges Verhältnis, aber die Zeit wird es richten. Aber ihr Verhalten Menschen gegenüber ist unglaublich vertrauensvoll, ein kleines Wunder.
 
zu den Hühnern

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©Chr.Biedermann Update 30-01-2011